D-ARCH spacer Assistenzprofessor Gion A. Caminada
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Das Bild hinter dem Bild

 

Illustration

 

Es gelte die Komplexität unserer Lebenswirklichkeiten, ihre Verschiedenartigkeit und Uneinheitlichkeit dem Zugriff des alles nivellierenden Einheitsdenkens zu entziehen, sagt Lyotard, um dadurch dem Geltung zu verschaffen, was dieses Einheitsdenken immer vertuscht; dem Nichtidentifizierbaren und Unterdrückten soll zur Sprache verholfen werden um damit jedem Identitätszwang zu entkommen.

 

Wir gehen der Frage nach, ob das Bild unseres zu realisierenden Objektes aus unserer Lebenswirklichkeiten heraus generiert werden kann, verbindlich, jedoch ohne Vielfalt und Komplexität zu verleugnen.

 

Für dieses Unternehmen gliedern wir das Semester in drei Phasen.

 

1. Phase / 2W.

Wir befassen uns mit verschiedenen Texten des französischen Philosophen Jean-Francois Lyotard. Von ihnen ausgehend schärfen wir unsere Wahrnehmung und suchen Ansätze diese Gedanken in Architektur zu übertragen.

In diesem Unterfangen werden wir vom Philosophen J. Perger unterstützt.

 

2. Phase / 5W

Wir analysieren drei Orte im urbanen und nichturbanen Raum. Das Ziel ist die Erkenntnis der Kriterien denen die gebaute Form zugrunde liegt. Was sind die Konstanten des Ortes, in welcher Art werden sie im Objekt zunutzen gemacht und in welcher Beziehung stehen dabei die sinnlich-emotionalen und die geistig-intellektuellen Interessen zueinander?

Wir versuchen hinter das Bild des Objektes zu schauen und bereiten uns auf den Entwurf vor, indem wir uns eigener Bilder entledigen.

 

3. Phase /6W

Wir entwerfen ein Objekt für eine alltägliche Funktion an einem ausgewählten Ort. Die örtlichen Konstanten - natürlicher und kultureller Art – sind die Entwurfsparameter. Weitere Tatsachen, insbesondere der sozialen und wirtschaftlichen Ebene, die zur Existenz des Ortes einen wesentlichen Beitrag leisten können, sollen am Ort aktiviert werden. Ihnen soll zur Sprache verholfen werden und zu einer zwangslosen Identität.

Beim zu entwerfenden Objekt wird das Komplexe innerhalb einer dezidiert einfachen Grundstruktur gesucht.

 

Arbeitsort: Atelier Gisel, Streulistrasse 74a, 8032 Zürich

Assistent: Thomas Stettler

Anzahl Studierende : 8

Aufgabentyp: O

Einführung : Dienstag, den 25. Oktober 2005, 10:00 im Atelier Gisel

 

Download: PDF


21.08.2007 webmaster@arch

 

 
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